Drei Schwestern.
Ein Weihnachtsessen.
Ein tragisches Geheimnis.
" Die Schwestern Magali, Jacqueline und Colette haben schon lange nichts mehr von ihrem Vater gehört. Seit dem Tod ihrer geliebten Mutter vor vielen Jahren herrscht Eiszeit in der Familie. Als ihr Vater sie einlädt, Weihnachten mit ihm zu feiern, sind sie alles andere als begeistert. Dennoch fahren die Schwestern nach Hause, im Gepäck nichts als ihren Groll und das alte Familienrezept für Mousse au Chocolat. Sie ahnen nicht, dass ein lang gehütetes Geheimnis darauf wartet, gelüftet zu werden..."
Titel: Winter und Schokolade
Autorin: Kate Defrise
Verlag: heyne
Seitenanzahl: ca. 448
Preis:
- Taschenbuch: 9,99€
- kindle edition: 8,99€
Als erstes möchte ich sagen, dass ich nachdem ich das Buch gelesen habe den Titel verstehe. Anfangs dachte ich mir nur so "Was soll dieser Titel?!", aber jetzt nach dem Lesen verstehe ich den Zusammenhang.
Den Anfang fand ich auch etwas schwerer, ich habe meine Zeit gebraucht, bis ich so richtig im Lesefluss war, was nicht zu letzt auch an ein paar Charakteren lag.
Wo wir schon bei denen sind, allgemein fand ich das "System" wie diese Familie aufgebaut war, sehr, ich sag mal klischeehaft, denn es gab eine Lieblingstochter, die mir allerdings nicht sehr sympatisch war, die liebe, kleine Schwester und die, die sich anscheinend immer um alles kümmern muss, nicht zu letzt gab es dann noch den kleinen Bruder der Schwestern, der in der Zusammenfassung mit keinem Wort erwähnt wurde, was ich dann persönlich schon irgendwie komisch fand, auch wenn die Geschichte nicht aus seiner Sicht erzählt wird, fände ich das schon erwähnenswert.
Um nochmal auf die Schwestern zurück zu kommen, die Geschichte wird immer abwechselnd aus der Sicht von Magali, Jacqueline und Colette erzählt, die in unterschiedlichen Ländern, bzw Städten wohnen. Auch gibt es zu jeder Schwester noch eine kleine Extrageschichte, was ich einen sehr guten Einfall finde. Am sympatischsten fand ich Colette, die jüngste im Bunde. Sie hatte so eine lockere Art mit den Leuten umzugehen, hat sich immer die Probleme ihrer älteren Schwester Magali angehört, obwohl es bei ihr nicht sehr viel besser lief. Auch die Geschichte, die sich um sie herum abgespielt hat fand ich am interessantesten, da dies ein bisschen Spannung auch in das ganze gebracht hat.
Um jetzt nicht nur auf Colette einzugehen, würde ich einfach mal mit Magali weiter machen, die mir anfangs auch ganz nett vorkam, doch gegen Ende fand ich die "Beziehung" die sie zum Backen und Kochen hat sehr komisch. Außerdem war sie immer sehr schnell eifersüchtig, obwohl es gar keinen Grund gab. Sie hat sich auch nicht wirklich um ihre vermeintlich beste Freundin gekümmert, die Probleme in ihrem Liebesleben hatte und vielleicht ein kleines bisschen Unterstützung gebraucht hätte, die sie nur durch die Hilfe von Magali´s Mann bekommt.
Dann gibt es ja noch Jacqueline, deren Leben ich an sich ganz interessant fand, doch sie war einfach drauf wie eine Diva, sie hat sich mit ihrem Mann über Kleinigkeiten gestritten, die so unnötig sind, dass ich mir echt manchmal gedacht habe "Was sind das bitte für Probleme?"
Allgemein fand ich, dass ein paar Nebencharakter spannender oder interessanter waren, als die Schwestern, aber das ist auch nicht bei vielen so.
Ein Pluspunkt bekommen die Rezepte, die nach den Kapitel von Magali aufgeschrieben wurden, allerdings kommen die ein bisschen zu kurz, da Magali eine soo große Back-/Kochsucht hat, dass diese 2-3 Rezepte echt zu wenig sind.
Aber irgendwie hat das Buch mich auch ein bisschen in Weihnachtsstimmung gebracht, was ich mir von diesem Buch am meisten erwartet habe.
Mein Fazit ist also, dass mir ein paar Charakter nicht ganz so gefallen haben, aber es schon lesenswert ist.
4♥
Keine Kommentare :
Kommentar veröffentlichen