Freitag, 2. September 2016

Rezension: Zeugenkussprogramm

"Mein Handy? Einkassiert.
Meine Adresse? Gefühlt am Allerwertesten der Welt.
Mein neuer Name? Hat den Nachteil, dass ich ihn mir nicht merken kann.
Meine Freunde? Futsch, kein Kontakt erlaubt.
Und nun? Geh ich halt diesem arroganten Personenschützer auf die Nerven. Wenn bloß dieses lästige Herzklopfen nicht wäre..."



Titel: Zeugenkussprogramm (Kiss&Crime)
Autorin: Eva Völler
Verlag: one
Seitenanzahl: 364 Seiten
Preis:
- Hardcover: 14,99
- ebook: 11,99



Mehr Information zu "Zeugenkussprogramm" auch hier



 Von diesem Buch haben schon so einige Leute geschwärmt und auch der Klappentext hat sich meiner Meinung nach echt gut angehört, aber wie es mir gefallen hat, erzähle ich euch jetzt.

                                                   MEINE MEINUNG

Der Klappentext hat mich auf eine Protagonistin gespannt gemacht, die sarkastisch ist und vielleicht auch ein klein wenig etwas von einem Kickass-Charakter hat, doch das war leider gar nicht der Fall... 
Ich fand, Emmy war sehr naiv, was die unterschiedlichsten Dinge angeht. Wäre da zum Beispiel eine gewisse Frau, die meint, die Polizei hätte sie als Opferanwältin geschickt. Emmy hat nicht mal im Geringsten darüber nachgedacht, ob diese Frau das wirklich ist, obwohl ich an ihrer Stelle in ihrer Situation echt vorsichtig und misstrauisch gewesen wäre... 
Außerdem hat sie leichte Stimmungsschwankungen - bzw so kann man das vielleicht nicht sagen - aber im einen Moment mag sie den Freund ihrer Mutter und im nächsten hasst sie ihn dermaßen.  
Noch dazu ist sie zu neugierig und möchte Dinge wissen, bei denen man in ihrem Alter, fast 18 Jahre, weiß, dass die Polizei sie nicht verraten darf. Allgemein verhält sie sich eher wie eine 12-jährige, was mich leider echt gestört hat.



Was Nebencharaktere, wie ihre Mutter und Oma, angeht, muss ich sagen, dass ich zum Beispiel die Oma in diesem Buch am meisten mochte. Sie ist (Erotik-) Autorin und nimmt überall ein Aufnahmegerät mit, um auch den kreativen Schub nicht zu verpassen. Sie ist in manchen Moment zwar gegen bestimmte Dinge, unterstützt sie allerdings, wenn sie weiß, dass zum Beispiel ihre Tochter (Emmy´s Mutter) dadurch glücklich ist.

Wo wir auch schon bei ihr sind. Ihre Mutter wird wie die größte Männeraufreißerin dargestellt, noch dazu relativ unfreundlich, wobei ich sie Emmy sogar bevorzuge...

Dann gibt es noch Pascal, in den sich Emmy schon im ersten Moment verliebt.Es gibt also nicht wirklich einen realistischen Aufbau der Liebe. Die beiden reden häufig in total unpassenden Situationen über Dinge, die nicht relevant sind. Zum Beispiel gab es eine Szene, in der ein Einbrecher entwischt ist und sie ihn eigentlich erstmal fangen müssten. Doch was machen Emmy und Pascal? Sie unterhalten sich über das photographische Gedächtnis von Pascal... 


Der Plot ist meistens vorhersehbar und auch nicht wirklich spannend. Es lässt sich eher wie ein Kinderbuch lesen, dass mit einer älteren Protagonistin geschrieben ist, dass noch der Liebesaspekt hinzugefügt werden kann. Viele Handlungen kann ich dementsprechend auch nicht nachvollziehen oder sind - noch schlimmer - unlogisch.

Leider konnte mich dieses Buch nicht wirklich überzeugen, da auch der Humor an den meisten Stellen nicht lustig war. Wie schon gesagt, ließ es sich eher wie ein Kinderbuch lesen, obwohl es eine 18-jährige Protagonistin ist. 
Also von mir leider keine Empfehlung...

Trotz allem gebe ich eine normale Bewertung, weil es auch schon schlechtere Bücher gab...




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