Samstag, 11. März 2017

Rezension: Rat der Neun


"Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: Cyra, Schwester des tyrannischen Herrschers Ryzek vom Volk der Shotet, und Akos vom benachbarten friedliebenden Volk. Durch die Vergangenheit ihrer Vorfahren verfeindet, durch Schicksale ihrer Familien verbunden. Trotz aller Widerstände kommen sie sich näher. Und müssen sich entscheiden: sich gegenseitig  helfen oder zu zerstören..."


Titel: Rat der Neun - Gezeichnet
Autorin: Veronica Roth
Verlag: cbt
Seitenzahl: 604 Seiten
Preis:
- Hardcover: 19,99
- ebook: 15,99


Bevor ich überhaupt mit dem Buch begonnen habe, habe ich von allen Seiten nur Schlechtes gehört. Aber weil mir die "Die Bestimmung"-Reihe der Autorin so gut gefallen hat, wollte ich diesen Jugendroman unbedingt lesen.

Nach einem etwas zähen, ruhigen Beginn wurde die Handlung endlich spannend und ich konnte mit den Charakteren mit fiebern. Die Bandbreite an verschiedenen Emotionen wurde hier geboten, es gab so wohl süße, fröhliche Szenen, aber auch das komplette Gegenteil: brutale Folterszenen oder gar traurige Szenen. Bei diesem Roman geht es um zwei Charaktere, die sich bei ihrer ersten Begegnung nicht unterschiedlicher sein könnten, doch nach und nach lernen sie die Welt des anderen kennen.

Cyra, deren Geschichte aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, macht trotz ihrer hohen Stellung in der Gesellschaft viele schlimme Dinge mit, kämpft aber immer weiter und denkt meistens nicht daran aufzugeben. Die Beziehung mit ihrem Bruder macht einen großen Wandel mit, der für den Leser als positiv empfunden werden kann.

Auch Akos kämpft durchgehend um die Personen, die ihm wichtig sind. Er ist am Anfang etwas verunsichert, macht aber relativ schnell schon einen charakteristischen Wandel durch, der seine Person allerdings nicht komplett verändert. Man kann in seinem Handeln immer noch den alten Akos erkennen.

Die Beziehung zwischen Akos und Cyra ist am Anfang des Buches sehr gezwungen, distanziert und kalt, doch je weiter man in dem Buch voran kommt, desto mehr freunden die Beiden sich miteinander an. Sie verbringen viel Zeit miteinander und auch die Liebesbeziehung, die sich nach und nach andeutet und später auch entsteht, ist eindeutig nachvollziehbar. Auch wenn die Vergangenheiten der Beiden sehr schlimm sind, können Cyra und Akos sie teils überwinden, um einander näher zukommen. Sie tun alles füreinander und stellen hierbei auch ihr Leben aufs Spiel.

Das Universum, in dem der Roman spielt, ist neu erdacht. Das war leider am Anfang des Buches auch klar erkennbar. Trotz der detaillierten, schönen Beschreibung der Umgebung und dem Rest, was man sich dadurch sehr bildlich vorstellen kann, sind einige Dinge schwer zu verstehen und teils auch zu wenig erklärt. Einen Teil der Unklarheit kann zwar der Glossar aufdecken, doch alles wird durch diesen nicht geklärt.


Ich kann dieses Buch empfehlen, trotz ein paar Schwächen ist es ein gelungener Sci-Fi-Roman. Da es der erste Band einer Dilogie ist, bin ich schon auf den Zweiten gespannt.

 























Samstag, 31. Dezember 2016

Rezension: Küss mich unterm Nordlicht

 "Seit dem Tod ihrer Mutter betreibt die achtzehnjährige Jenny mit ihrem Vater eine Lodge in Fairbanks und hilft bei der Husky-Zucht. Sie will unbedingt in die Fußstapfen ihrer Mutter treten und am legendären Iditarod-Hundeschlittenrennen teilnehmen. Auf ihren Touren durch Schnee und Eis verliebt sie sich in den gleichaltrigen Mike, der in der Lodge zu Gast ist - doch plötzlich geraten die beiden in große Gefahr..."



Titel: Küss mich unterm Nordlicht
Autorin: Joanna Wolfe
Verlag: cbt
Seitenzahl: 335 Seiten
Preis:
- Taschenbuch: 9,99€
- ebook: 4,99€


Hier findest du mehr Informationen zu "Küss mich unterm Nordlicht"





Passend zum Winter und den Weihnachtsfeiertagen habe ich diesen Roman angefangen und hatte erwartet, dass es sowohl besinnlich als auch voll mit tollen romantischen Momenten sein würde. Meine Erwartungen wurden allerdings nicht hundertprozentig erfüllt.

Die Charaktere in diesem Roman denken anfangs sehr klischeehaft übereinander, wobei die Charakterekonstellation auch mit Klischees überladen ist. Jenny ist das Mädchen, das nicht nur mit dem Tod ihrer Mutter zurecht kommen muss, sondern auch noch mit ihrem Ex-Freund, der beginnt sie zu stalken, weil er sie nicht loslassen kann. Dann wäre da noch Mike, der Sunnyboy aus Kalifornien, der erst sehr oberflächlich wirkt, aber doch letztendlich  gar nicht so ein Macho ist, wie Jenny am Anfang dachte. 

Die Beiden sind erst nicht wirklich angetan von einander, doch schnell wird klar, dass die Zwei sich ineinander verliebt haben. 
Doch ich frage mich: Wie ist das möglich? Jenny und Mike haben nicht wirklich viel zusammen unternommen, es gibt also keinen wirklichen Aufbau in dieser Beziehung. Es ist als ob ein Zauberer mit den Fingern geschnipst hätte und plötzlich hat es zwischen Jenny und Mike geknistert.

Neben dem Stalkerfreund, dem Tod ihrer Mutter und der "Liebesbeziehung" zu Mike gibt es aber auch noch die Huskys und die Ölkonzerne, die in diesem Roman thematisiert werden. Für meinen Geschmack ein bisschen zu überladen für ein Buch, vor allem da die meisten Themen einfach nur kurz angeschnitten werden. 
Ich finde es toll, wie Jenny mit ihren Huskys umgeht, doch das wirkliche Rennen, das Iditarod-Rennen, wird nur erwähnt, aber es findet nicht wirklich während der Geschichte statt.
Auch auf das Problem mit den Ölkonzernen wird am Ende keine wirkliche Lösung gegeben. Anstatt es am Ende in irgendeiner Weise noch einmal zu erwähnen, wird es einfach ignoriert.
Wenn wir gerade schon beim Ende sind: Auch die Lösung der Beziehung zwischen Jenny und Mike war mir zu einfach, für mich ist es überhaupt nicht nachvollziehbar, wie vor allem Mike handelt, um eine Zukunft für ihre Beziehung zu schaffen, die eigentlich nicht mal wirklich existiert. Beide Charaktere waren auf ihren Schienen, sozusagen, festgefahren und haben auch nicht wirklich durch Handeln einen Wandel angezeigt, das hat mich dann doch echt verwundert.

Was am besten dargestellt war, war auf jeden Fall das Setting. Nicht nur, dass es an sich sehr idyllisch und schön ist, wurde die Gegend wunderschön beschrieben. Es hat sich in mir sogar der Wunsch aufgetan, selbst einmal nach Alaska zu fliegen. Diese Winterlandschaft wurde so schön, still und einfach unbeschreiblich geschildert. Und das gepaart mit der tollen Pflege der Huskys war der Roman doch etwas gerettet, da Jenny sich echt gut um die Huskys kümmert.

Aber am Ende hat es leider nicht zu einer supertollen Bewertung gereicht, da es auf jeden Fall Bücher in diese Richtung gibt, die besser sind. Nicht ganz so klischeehaft beschrieben, mit einer authentischen Liebesgeschichte und einem nicht an Themen überladenem Plot.


Meine Bewertung:

Sonntag, 6. November 2016

Rezension: Die Verratenen (Band 1)

Vertraue niemandem, denn jemand will deinen Tod.
Es könnte jeder sein.

"Eine Welt, die perfekt und gerecht erscheint. Sechs Studenten, die dachten, sie kennen die Wahrheit. Doch plötzlich sind sie auf der Flucht, verraten, verfolgt und dem Schicksal ausgeliefert."



Titel: Die Verratenen (Band 1)
Autorin: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe 
Seitenanzahl: 460 Seiten
Preis:
-Hardcover: 18,95
- Taschenbuch: 9,95
- ebook: 9,99


Mehr Informationen zu "Die Verratenen" findest du hier.






Der Klappentext verrät meiner Meinung nach sehr wenig über das Buch, allerdings habe ich von mehreren Seiten erfahren, dass es ein gutes, spannendes Buch sein soll.

Ich fand den Anfang leider nicht wirklich spannend, es war interessant zu erleben, in was für einer Welt Ria, die Protagonistin, und ihre Freunde lebt. Man hat auch am Anfang gleich ein Beispiel, wo dargelegt wird, was für ein "Rassenunterschied" in dieser Welt ist. Doch meinem Lesefluss hat das nicht geholfen. Für mich haben sich die Studenten zu lange in ihrer gewohnten Umgebung aufgehalten, bevor es dann los in das Abenteuer ging.

Anfangs waren auch die Kapitel noch recht kurz, was ich persönlich immer gerne mag, da ich dann einfach mal kurz ein Kapitel zwischendurch lesen kann, aber bei Die Verratenen wurden die Kapitel leider nach und nach länger.

Ab einem bestimmten Punkt konnte dann doch noch ein guter Spannungsaufbau stattfinden und es wurde auch echt spannend. Leider nicht so, dass ich das Buch unbedingt so schnell wie möglich weiterlesen wollte.

Ria, deren Namen ich echt schön finde, war mir eigentlich recht sympathisch, jedenfalls meistens. Oft hat sie auch Dinge getan oder gesagt, die ich echt nicht wirklich nachvollziehen konnte, die sie mir auch nicht unbedingt sympathischer gemacht haben. Das kann allerdings auch daran liegen, wie sie in ihrer Kindheit erzogen wurde, beziehungsweise wie sie aufgewachsen ist. 
Allerdings gab es auch manchmal Stellen, die ich recht unlogisch fand, da sie sich - vielleicht unbewusst - widersprochen hat. 


Das Ende war für mich sehr unerwartet, obwohl es zwischendurch Stellen gab, die gut zu durchschauen waren. Aber das Ende hatte ich zwar irgendwie so erwartet, aber ich dachte nicht, dass es wirklich passieren würde. Also ein bestimmter Aspekt.
Aber es hat mich auf jeden Fall gespannt auf den nächsten Band gemacht und ich möchte diese Trilogie unbedingt weiterlesen.

Allerdings als Tipp vor dem Lesen: Auf dem Buchrücken steht "Thriller-Trilogie", ich persönlich würde es eher als Dystopie beschreiben.


Meine Bewertung:








Donnerstag, 22. September 2016

Rezension: Seelen

"Planet Erde, irgendwann in der Zukunft. Sogenannte Seelen haben sich in den Körpern der Menschen eingenistet und ihre Kontrolle übernommen. Als die Rebellin Melanie von der Seele Wanda in Besitz genommen wird, setzt sie alles daran, nicht aus ihrem Körper verdrängt zu werden. Denn Melanie hat ein Ziel: Sie will ihren Geliebten Jared wiederfinden. Melanies Gefühle sind so stark, dass Wanda immer mehr in ihren Bann gerät und sich aufmacht einen Mann zu suchen, den sie nicht kennt. Und den sie dennoch zu lieben scheint, mit Körper, Geist und Seele..."

Titel: Seelen
Autorin: Stephenie Meyer
Verlag: carlsen
Seitenanzahl: 910 Seiten
Preis:
- Hardcover: 24,90
- Taschenbuch: 10,99
- ebook: 9,99

Mehr Informationen zu "Seelen" findest du hier 





Bei diesem Buch hatte ich echt meine Zweifel, weil ich es vor ein paar Jahren schon einmal angefangen hatte und es mir überhaupt nicht gefallen hat. Doch nachdem ich den Film gesehen habe, hatte ich wieder richtig Lust darauf. Also habe ich es jetzt in den Ferien gelesen, da ich da genug Zeit für dieses dicke Buch habe.

Und was soll ich sagen? Mir hat es soo gut gefallen.

Wanda ist mir einfach soo sympathisch gewesen, sie konnte niemandem etwas zu leide tun und das ist bei vielen Protagonistin in solchen Büchern komplett anders. Allgemein ist Wanda anders als die anderen ihrer Spezies, denn sie ist eine Seele, - ja da sind alle friedlich - doch unterstützt sie Melanie und hat auch ein Herz. Also jetzt nicht im Sinne von einem realen Herz, sondern was ihre Taten angeht. Sie ist immer total liebevoll, wenn man zum Beispiel einen "Mitbewohner" sieht, der stirbt, gibt sie sich die Schuld oder versucht einen anderen am Ende seines Lebens noch glücklich zu machen, auch wenn das für sie heißt nicht zu schlafen. Sie stellt einfach die Bedürfnisse und Gefühle anderer über ihre und das ist zwar einerseits sehr zu bewundern, aber bei ihr ist es sicher im Überfluss. Sie versucht sogar Leute zu beschützen, die sie umbringen wollten. 

Dieses Buch ist etwas besonderes, da es im Prinzip zwei Protagonistinnen gibt. Doch das ganze Buch ist aus der Perspektive von Wanda geschrieben. Aber natürlich gibt es jetzt auch noch Melanie, den Mensch, da Wanda ja die Seele ist. 

Sie ist das Gegenteil von Wanda, nicht das krasse Gegenteil, aber sie ist zum Beispiel sehr stark. Sei es jetzt körperlich oder seelisch, sie versucht mit aller Kraft Wanda dazu zu bringen, Jared und Jamie zu suchen. Klar, sie wird an manchen Stellen recht schnell eifersüchtig, es ist zwar unnötig, aber total nachvollziehbar. 

Trotzdem, dass die beiden so unterschiedlich sind, freunden sie sich doch echt gut miteinander an. Ich würde sagen, dass die beiden sich einfach perfekt ergänzen.

Dann gibt´s nocdas ist abh die beiden Boys...
Ian und Jared, ich muss sagen, dass ich Ian bevorzuge.
Er ist am Anfang auf der Seite der "Bösen", handelt auch so, doch er sieht ein, dass seine Ansichten falsch sind und er ändert sein Verhalten.
Jared  ist da etwas anders und auch komplizierter. Er ist zwar in gewisser Weise der Gute, aber richtig sympathisch fand ich ihn von Anfang an nicht... Er handelt sehr eigennützig, denkt sehr wenig an andere und vor allem wenig an Wanda.

Außerdem gibt es noch den typischen Bösewicht, der typische Antagonist, der versucht die Protagonistin umzubringen oder ihr einfach zu schaden. Doch was ihn betrifft gibt es einen Plot Twist, den ich nie im Leben vorhergesehen hätte... Leider wird diese Szene im Film einfach weggelassen, obwohl sie sehr überraschend und auch sehr schön/berührend ist.


An manchen Stellen fand ich das Buch etwas langweilig, beziehungsweise hat es sich gezogen, das ist aber bei der Länge nicht zu vermeiden. Für mich hat sich leider mehr gezogen, weil ich das Buch schon mal angefangen hatte, was ich aber nicht in die Bewertung einfließen lassen habe. Es gab aber einige Szenen, die dafür um so spannender waren, vor allem weil das Szenario erschreckend real, da es ja um Seelen geht, die auf mehreren Planeten hausen. Ich meine, es wäre sehr unwahrscheinlich, dass die Erde der einzige Planet mit Leben wäre.
Das Buch war eine gute Unterhaltung und hat mich noch dazu sehr berührt, das nicht nur an einer Stelle, sondern öfter. Außerdem mochte ich, wie in diesem Buch der Begriff Mensch sozusagen beschrieben wurde, also auf welche "Wesen" man ihn beziehen kann.



Sonntag, 4. September 2016

Rezension: Throne of Glass - Die Erwählte (Band 1)

"Zwei Männer lieben sie.
Das gesamte Land fürchtet sie.
Nur sie kann das Königreich retten.
Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Doch dann erhält sie eine letzte Chance. Kronprinz Dorian hat sie dazu auserkoren, in einem tödlichen Wettkampf für ihn zu kämpfen. Gewinnt sie, erhält sie ihre Freiheit zurück. Verliert sie, bezahlt sie mit ihrem Leben."


Titel: Throne of Glass - Die Erwählte (Band 1)
Autor: Sarah J. Maas
Verlag: dtv
Seitenanzahl: 479 Seiten 44
Preis:
- Hardcover: 17,95
- Taschenbuch: 9,95
- ebook: 7,99

Mehr Informationen zu "Throne of Glass1" findest du hier

Ich wurde von gefühlt allen Menschen der Bücherszene dazu angefixt dieses Buch zu lesen, und das habe ich getan. Wie meine Meinung ausfällt, erfährst du in der folgenden Rezension.

                                        MEINE MEINUNG

Bei diesem Buch verspricht das Cover und auch der Klappentext, dass Celaena einen Kickass-Charakter hat, und das ist auch keine leere Versprechung, denn als ehemalige Assassine ist sie schon an manchen Stellen echt eiskalt. Zwar ist sie manchmal ein bisschen arrogant, also hält sehr viel von sich, aber ich sehe das nicht nur negativ. Ich denke, sie versucht einfach, sich selbst Mut zu zu sprechen und somit sagt sie sich selbst, dass sie das überleben wird. 

Ich liebe ihren Humor! Sie ist einfach so sarkastisch und bei ihr wirkt es auch nicht einstudiert oder fake. Es passt perfekt zu ihrem Charakter. Trotz diesen ganzen harten Charaktereigenschaften hat sie doch ein sehr großes Herz. Sie hilft einem anderen Kandidaten nicht nur sein Leben zu retten, sondern möchte auch nicht einen kleinen Hund sterben lassen, also das finde ich spricht sehr für sie. Außerdem ist sie sehr loyal gegenüber ihren Freunden, die sie im Schloss kennen lernt.


Anfangs habe ich sie mit Prinz Dorian geshippt, doch das hat sich nach ein paar Seiten geändert. Dorian ist zwar echt cool, hat auch eine spitze Zunge, aber ist meiner Meinung nach eben dieser typische Prinz wie er in Büchern häufig vorkommt.

Chaol dagegen ist sehr mysteriös, er ist abweisend und auch mürrisch gegenüber Celaena und auch nicht immer unbedingt sehr freundlich, aber er ist doch hilfsbereit. Auch wenn Celaena das oft nicht wirklich mitbekommt und anfangs auch nicht richtig zu schätzen weiß. Aber Chaol ist einfach ein cooler Typ!
Außerdem shippe ich sie mit ihm, weil sie sich gegenseitig gutes Kontra geben, es gibt also so eine Art Zoff, was aber natürlich kein richtiger Zoff ist. Die beiden passen einfach zusammen.

Quelle
Dann gibt es noch die Prinzessin von Eyllwe, Nehemia, sie kommt aus einem Grund ans Schloss, den ich an dieser Stelle natürlich nicht erwähnen werde. Celaena und Nehemia lernen sich kennen und da Celaena ihre Sprache spricht, freunden sie sich an. Ihre Freundschaft ist richtig cool und echt, auch wenn Celaena ihr nicht von Anfang an voll und ganz vertraut. 

In dem Buch ist ein guter Spannungsbogen vorhanden, es ist fast durchgehend spannend und mir wurde nie langweilig. Das mit dem Turnier war eine tolle Idee, die super in das Buch eingeführt hat. Auch die anderen Kandidaten waren einigermaßen gut, also nicht im Sinne von ihrem Charakter, der war bei fast allen sehr schlecht, aber sie haben einfach gut in dieses Schema gepasst.

Dieses Buch hat mich einfach umgehauen und ich fand es echt richtig toll, eine absolute Empfehlung und eine verdient gute Bewertung.


Freitag, 2. September 2016

Rezension: Zeugenkussprogramm

"Mein Handy? Einkassiert.
Meine Adresse? Gefühlt am Allerwertesten der Welt.
Mein neuer Name? Hat den Nachteil, dass ich ihn mir nicht merken kann.
Meine Freunde? Futsch, kein Kontakt erlaubt.
Und nun? Geh ich halt diesem arroganten Personenschützer auf die Nerven. Wenn bloß dieses lästige Herzklopfen nicht wäre..."



Titel: Zeugenkussprogramm (Kiss&Crime)
Autorin: Eva Völler
Verlag: one
Seitenanzahl: 364 Seiten
Preis:
- Hardcover: 14,99
- ebook: 11,99



Mehr Information zu "Zeugenkussprogramm" auch hier



 Von diesem Buch haben schon so einige Leute geschwärmt und auch der Klappentext hat sich meiner Meinung nach echt gut angehört, aber wie es mir gefallen hat, erzähle ich euch jetzt.

                                                   MEINE MEINUNG

Der Klappentext hat mich auf eine Protagonistin gespannt gemacht, die sarkastisch ist und vielleicht auch ein klein wenig etwas von einem Kickass-Charakter hat, doch das war leider gar nicht der Fall... 
Ich fand, Emmy war sehr naiv, was die unterschiedlichsten Dinge angeht. Wäre da zum Beispiel eine gewisse Frau, die meint, die Polizei hätte sie als Opferanwältin geschickt. Emmy hat nicht mal im Geringsten darüber nachgedacht, ob diese Frau das wirklich ist, obwohl ich an ihrer Stelle in ihrer Situation echt vorsichtig und misstrauisch gewesen wäre... 
Außerdem hat sie leichte Stimmungsschwankungen - bzw so kann man das vielleicht nicht sagen - aber im einen Moment mag sie den Freund ihrer Mutter und im nächsten hasst sie ihn dermaßen.  
Noch dazu ist sie zu neugierig und möchte Dinge wissen, bei denen man in ihrem Alter, fast 18 Jahre, weiß, dass die Polizei sie nicht verraten darf. Allgemein verhält sie sich eher wie eine 12-jährige, was mich leider echt gestört hat.



Was Nebencharaktere, wie ihre Mutter und Oma, angeht, muss ich sagen, dass ich zum Beispiel die Oma in diesem Buch am meisten mochte. Sie ist (Erotik-) Autorin und nimmt überall ein Aufnahmegerät mit, um auch den kreativen Schub nicht zu verpassen. Sie ist in manchen Moment zwar gegen bestimmte Dinge, unterstützt sie allerdings, wenn sie weiß, dass zum Beispiel ihre Tochter (Emmy´s Mutter) dadurch glücklich ist.

Wo wir auch schon bei ihr sind. Ihre Mutter wird wie die größte Männeraufreißerin dargestellt, noch dazu relativ unfreundlich, wobei ich sie Emmy sogar bevorzuge...

Dann gibt es noch Pascal, in den sich Emmy schon im ersten Moment verliebt.Es gibt also nicht wirklich einen realistischen Aufbau der Liebe. Die beiden reden häufig in total unpassenden Situationen über Dinge, die nicht relevant sind. Zum Beispiel gab es eine Szene, in der ein Einbrecher entwischt ist und sie ihn eigentlich erstmal fangen müssten. Doch was machen Emmy und Pascal? Sie unterhalten sich über das photographische Gedächtnis von Pascal... 


Der Plot ist meistens vorhersehbar und auch nicht wirklich spannend. Es lässt sich eher wie ein Kinderbuch lesen, dass mit einer älteren Protagonistin geschrieben ist, dass noch der Liebesaspekt hinzugefügt werden kann. Viele Handlungen kann ich dementsprechend auch nicht nachvollziehen oder sind - noch schlimmer - unlogisch.

Leider konnte mich dieses Buch nicht wirklich überzeugen, da auch der Humor an den meisten Stellen nicht lustig war. Wie schon gesagt, ließ es sich eher wie ein Kinderbuch lesen, obwohl es eine 18-jährige Protagonistin ist. 
Also von mir leider keine Empfehlung...

Trotz allem gebe ich eine normale Bewertung, weil es auch schon schlechtere Bücher gab...




Dienstag, 9. August 2016

Rezension: Carrie

"Carrie war schon immer anders. Wegen ihrer unbeholfenen Art ist sie in der Schule eine Außenseiterin und wird gnadenlos gehänselt. Zu Hause leidet sie unter dem religiösen Fanatismus ihrer Mutter. Nur ein einziges Mal fühlt sich Carrie so wie alle anderen Mädchen: Als sie zum Schulball eingeladen wird. Doch der Abend endet nach einem grausamen Streich in einer Katastrophe. Denn Carrie ist beseelt von einer unheimlichen Gabe. Einer Gabe, die sie ein Inferno entfesseln lässt, gegen das die Hölle wie ein lieblicher Garten Eden aussieht..."




Titel: Carrie
Autor: Stephen King
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 317 Seiten

Preis: 
- Taschenbuch: 9,99
- ebook: 7,49

An dieses Buch mit hohen Erwartung heran zu gehen, war so ziemlich das Blödeste, was ich je getan habe... Ok, ganz so schlimm war es jetzt auch wieder nicht...
Aber durch die super guten Bewertungen von Booktubern oder auch Bookstagramern, die ich verfolge, hatten sich meine Erwartungen aufs Höchste hoch geschraubt...

Erst mal zur Protagonistin - Carrie White. Sie ist natürlich nicht die Sympatischste unter den Protagonisten, was bei der Thematik des Buches auch logisch ist, aber doch war sie so geschrieben, dass ich sie bis zu einem bestimmten Punkt verstehen konnte und auch immer noch kann, wenn ich jetzt im Nachhinein nochmal über das Buch nachdenke. Ihre Situation ist echt verzwickt: in der Schule gemobbt und zuhause ihre fanatische Mutter. Wie ihre Mitschüler sie in der Schule behandeln, wie sie sie schikanieren, das alles kann man nicht mehr Mobbing nennen. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, frage ich mich, ob diese ganzen Leute überhaupt ein Gewissen, Gehirn oder irgendwas haben...
Klar, kann ich Carrie deswegen gut verstehen, wie sie in verschiedenen Situationen handelt, da sie mir auch echt leid getan hat, aber ab einem bestimmten Punkt ist sie dann echt zu weit gegangen. Natürlich hat sie in den letzten Jahren einiges an Verbitterung immer wieder heruntergeschluckt, aber dann gleich ein so großes Inferno...

Ich möchte auch noch etwas zu zwei Nebencharakteren sagen.

Zuerst zu Sue Snell, anfangs verstehe ich sie nicht, was das Mobbing von Carrie angeht. Sie wird als "Unschuldslamm", liebes Mädchen dargestellt und dann tut sie so etwas... Das konnte ich am Anfang nicht nachvollziehen, allerdings muss ich sagen, ist sie die einzige Person, in der ich einen Fortschritt, einen Wandel im Charakter erkennen konnte.

Später wollte sie Carrie dann nur noch helfen, was diese ja anfangs gar nicht kapiert, weil sie irgendwie in dieser Mobbing-Welt gefangen ist. Dieses spätere Verhalten ist zwar echt freundlich und lieb gemeint, was nebenbei bemerkt niemand wirklich versteht, was sie für Carrie tut, aber leider kommt es zu spät und sie ist die Einzige, die versucht zu handeln. Vielleicht abgesehen von Tommy, Sues Freund, der aber durch Sue handelt, wie er handelt.

Kommen wir dann auch mal zu ihm. 

Anfangs habe ich ihn für diesen typischen Schul-Badboy gehalten, da es in der ersten Szene, in der er auftaucht, doch schon ein bisschen heißer hergeht, doch im Laufe des Buches habe ich verstanden, dass er eher dem Schema "Gentleman" entspricht. Er ist sehr freundlich gegenüber Sue, aber auch gegenüber Carrie. Ich meine sogar, dass er einer der Einzigen ist, der sie nicht gemobbt hat, er hat es aber auch nicht gestoppt. Allerdings bin ich mir immer noch nicht sicher, wie es bei ihm Gefühle mäßig abgeht. Ich dachte, er liebt Sue, doch er hat so gewisse Symptome, wenn er mit Carrie spricht oder sie ansieht. Leider wird das bis zum Ende nicht aufgeklärt, was aber im Großen und Ganzen gut passt, da es Carrie auch nicht erfahren hat.



Das Buch ist in 3 Teile eingeteilt: der erste Teil beschreibt die Lage vor der Ballnacht, der zweite die Ballnacht und der dritte Teil beschreibt das Danach.

Ich muss sagen, dass ich den ersten Teil zwar echt schockierend fand, da dort beschrieben wird, wie Carrie behandelt wird. Und das ist bei Weitem nicht so harmlos, wie man denken könnte. Allein bei dem Gedanken, dass sie wie Harry Potter in eine kleine Kammer eingeschlossen wird, so bald sie etwas falsch getan hat, denke ich, wie gut wir (die meisten) es haben. Es war auch interessant, wie die unterschiedlichsten Leute auf den Ball hinfiebern, doch ansonsten passiert in diesem Teil leider sehr wenig, er war sehr ruhig und meiner Meinung nach damit auch echt ein bisschen langweilig.

Die Beschreibung der Ballnacht in Teil zwei wird nach und nach immer spannender, denn hier wird auch das Inferno - die große Katastrophe - beschrieben. Die Auswirkung, die allein durch Carries Handeln der ganzen Stadt angetan wird, ist echt krass und hier ist auch etwas Horror vorhanden, der aber erst ab der Hälfte des zweiten Teils kommt. Die Spannung steigert sich eigentlich erst, als an Carrie der grausame Streich ausgeübt wird, dessen Vorbereitung ja mal echt eklig war... 

Der dritte Teil erzählt, wie gesagt, die Situation nach der Ballnacht, nach dem Inferno. Hier werden ausschließlich Zeugenaussagen, Ausschnitte aus gewissen Medien und Totenmeldungen dargelegt, auch dieser Teil hat von Anfang an leider die Spannung, die noch am Ende des zweiten Teil vorhanden war, zu nichte gemacht.

Insgesamt war "Carrie" ein Horrorbuch, das zwar an manchen Stellen - meiner Meinung nach - ein bisschen Horror und Spannung hatte, was sich aber leider nicht wie erwartet durch das komplette Buch gezogen hat...





















(3,5/5♥)